"Moderene Verbindungen müssen sich auf Bologna einstellen" (30.10.05)
Dr. U. Giebler, Vorsitzender AH der Arminia Marburg nimmt Stellung zum Bologna Prozess:
".......Das Stichwort heißt Bologna-Prozess. Damit ist die laufende europäische
Anpassung der Studiengänge mit dem berufsqualifizierenden Regelabschluss des Bachelor-Grads
nach nur drei Studienjahren gemeint, verbunden mit einer starken Verschulung des Studiums, einem
engmaschigen System von Leistungskontrollen und gesteigerten Arbeits- und Präsenzpflichten der
Studenten auf der Basis einer 40-Stunden-Woche wie bei einem Arbeitnehmer. Gleiches gilt auch für die hierauf konsekutiv aufbauenden und von weiteren besonderen Zugangsvoraussetzungen abhängigen Masterstudiengänge mit einer Dauer von höchstens zwei Jahren. Das wird alle Verbindungen vor erhebliche Probleme stellen, weil es immer schwieriger wird, neue Bundesbrüder zu gewinnen(...)Hier haben wir wohl als erste die Zeichen der Zeit erkannt und nicht nur festgestellt, dass dringender Handlungsbedarf gegeben ist, sondern auch aktiv erste wegweisende Schritte im Bund und in derNeuen DB eingeleitet. Uns ist bewusst geworden, dass wir unsere künftigen Bundesbrüder bei der Bewältigung der Studienanforderungen optimal unterstützen müssen, und zwar durch fachlichinhaltliche Hilfen unter Einbeziehung von erfahrenen Inaktiven und von Praktikern aus der Altherrenschaft und durch optimale Lernbedingungen auf dem Haus. Und wir haben gesehen, dass wir diese große Zukunftsaufgabe im Prinzip nur gemeinsam mit unserem Dachverband Neue DB und mit dessen gemeinnütziger Bildungseinrichtung Neue DB - Akademie erfüllen können. Kurzum: Wir müssen uns unter dem Leitbild einer akademischen Korporation wesentlich stärker als eine Studiengemeinschaft profilieren und dadurch unsere Attraktivität bewahren und steigern.
Weiterhin zeigt der Vorsitzende der Aminia, konkrete Maßnahmen bei seiner Verbindung und dem Dachverband der NeuenDB auf:
Es wurde ein sehr anspruchsvolles Konzept entwickelt, das auf andere Studiengänge
modifiziert angewandt werden kann. Es wird zunächst in den Gremien der Neuen DB beraten und
steht im Mittelpunkt des Multiplikatoren-Seminars in Bonn Anfang April 2005. Das Modell sieht im
Kern das Angebot einer Ferien- oder Wochenendakademie für Erstsemester, die Entwicklung von
studienbegleitenden Tutorien und Repetitorien, die Bildung von Lerngruppen und Diskussionsforen,
die Entwicklung von Skripten und die Schaffung der räumlichen und technischen Voraussetzungen für ein modernes universitäres Lernen auf den Verbindungshäusern mit PC-Arbeitsplätzen und dem Anschluss an fachbezogene Internetdatenbanken vor.
Anmerkung:
Für mehr Informationen über die NeueDB Akademie sehen sie bitte unter www.arminia.info/de/ueberuns/ndb/ndbakademie/
Oder direkt unter: http://www.neuedb-akademie.de/
