Presseberichte

Auszüge aus dem Interview unseres Vorsitzenden Dr. Giebeler (SPD)....


Aufgrund der aktuellen Ereignisse hinsichtlich der Forderung nach Auschluss von Burschenschaftern aus der SPD, hier einige Auszüge aus dem Interview mit unserem Vorsitzenden:

Du bist nicht nur in der Arminia aktiv, sondern - wie einige andere Arminen - auch in der SPD. War das nicht damals ein Widerspruch?

Ich bin während der Referendarausbildung 1965 in die SPD eingetreten und in diesem Jahr für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt worden. Hierbei habe ich mehrfach in Ortsvereinsvorständen mitgearbeitet und war längere Zeit Unterbezirksdelegierter in Düsseldorf. 1975-1978 war ich Büroleiter des damaligen nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministers und SPD-Landesvorsitzenden Johannes Rau. Ich habe für mich nie einen Widerspruch zwischen meiner Zugehörigkeit zur Marburger Burschenschaft Arminia und meinem parteipolitischen Engagement für die SPD gesehen, weil ein Teil unserer Grundwerte in ähnlicher Form auch bei der SPD verankert ist und wir ausdrücklich alle extremen politischen Anschauungen verwerfen, insbesondere auch alle rechtsradikalen Gedankengänge strikt ablehnen. Gleichwohl ist einzuräumen, dass es in der SPD und vor allem unter den SPD-Politikern der Nachkriegszeit nur verhältnismäßig wenige Burschenschafter gibt und das Wort "Vaterland" und das Ziel der Wiedervereinigung in weiten Teilen der SPD lange tabu waren. Aber auch das war nicht immer so und hat sich erfreulicher Weise schon wieder geändert.

Hast du Erfahrungen mit Vorurteilen hinsichtlich deiner Mitgliedschaft in einer Burschenschaft gemacht?

Ja, natürlich. Leider ist es so, dass viele Burschenschaften weit rechts stehen und einige durchaus als rechtsradikal bezeichnet werden müssen. Da wird man auch schnell in diese Ecke gestellt und muss mühsam erklären, dass die Marburger Arminen damit nichts zu tun haben und zum liberalen Flügel der burschenschaftlichen Bewegung gehören. Hierbei können wir mit Stolz darauf verweisen, dass wir Anfang der neunziger Jahre die immer rechtslastiger gewordene Dachorganisation Deutsche Burschenschaft verlassen und 1996 den Konkurrenzverband der liberalen Burschenschaften, die Neue Deutsche Burschenschaft, mitbegründet und hierin immer wieder Führungsfunktionen übernommen haben.

Das komplette Interview ist abzurufen unter: Aktuelles --> Neuigkeiten
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